Veranstaltungen  2. Halbjahr 2003

 
 
Besichtigung Peguform in Göttingen:
 
IMV Bielefeld Herbstreise:
 
40 Jahre IMV Bielefeld:
 
 

 


Fachexkursion zum Thema „Kunststoffe im Fahrzeugbau“ nach Göttingen.

 

Aus der IMV Bielefeld nutzten wieder 34 Interessierte Teilnehmer die Gelegenheit, um am arbeitsfreien Fronleichnamstag, zu einer Exkursion nach Niedersachsen zu fahren. Eingeladen hatte die Firma PEGUFORM GmbH Co.KG als namhafter Zulieferer der Auto-MobilindustrieBegrüßt wurden wir zunächst vom Leiter der Personalabteilung, Herrn Harald Sachse. Eine Werkspräsentation bzw. Einführung in
das Unternehmen erhielten wir dann von Oliver Böhner.
So erfuhren wir, dass dasUnternehmen im  Jahre 1984
in den Besitz der amerikanischen Venture Company gelangte,
sich heute im Insolvenzverfahren befindet und ein neuer
Käufer gesucht wird. Das Produktionsprogramm  definiert
sich „vom Innenraum zur Außenhaut“. Für alle weltweit
vertretenen Automobilmarken werden Stoßfänger,
Front/Endmodule, Türen, voll funktionsfähige Heckklappen,
sowie im Fahrzeuginneren Instrumententafeln und Cockpits
etc. in acht deutschen Werken hergestellt. Aber auch Präzisionsteile für „weiße Ware“, nämlich Waschmaschinenteile für Bauknecht gehören zum Programm. Hier, im Werk Göttingen erwirtschaften ca. 420 Mitarbeiter einen Jahresumsatz von etwa € 101 Mio.  Zum Werks- Equipment gehören: 38 Spritzgießmaschinen mit bis zu 3200 t Schließkraft, Lackieranlagen für Lackierung in Wagenfarbe, welche vollständig von Robotern betrieben werden (fully robotised),
sowie Anlagen für Grundierung und Soft-touch- Lackierung.

 

 

 

 

 

In zwei Gruppen starteten wir dann zum Betriebsrundgang um den, auf 6000 bis 8000 Teile täglich ausgelegten Fertigungsablauf zu sehen. Nach der Einladung zum Mittagessen erfolgte noch eine kurze Diskussionsrunde und wir starteten dann zum zweiten Punkt des Tages.

Am Werkstor erwartete uns die Stadtführerin Frau Helga Rudolf zu einer anderthalbstündigen Sightseeing-Tour durch und rund um die alte Universitätsstadt Göttingen.

Ein großer Teil des städtischen Lebens spielt sich noch immer innerhalb des Stadtwalls ab. Das alte Rathaus mit dem Denkmal der Gänseliesel und die Kirchen St Johannis und St. Jacobi sind hier ebenso zu finden wie das Städt Museum und die erste Entbindungsklinik Deutschlands. Ein Bummel auf eigene Faust beendete den Göttingenbesuch.

Die Rückfahrt führte uns über die Flüchtlingsgemeinde Friedland mit dem Aufnahme- und Grenzdurchgangslager für Heimkehrer und Flüchtlinge. Das Lager wurde nach dem Ende des zweiten Weltkrieges von der britischen Militärverwaltung eingerichtet als tausende von Menschen sich auf die Suche nach Angehörigen oder einer neuen Bleibe machten.

 

 

Ein kurzer Anstieg führte uns dann auf den Hagenberg. Hier befindet sich das imposante, vom Verband der Heimkehrer errichtete Friedland-Mahnmal zum Gedenken an Flucht und Vertreibung.

Bielefeld, 22.06.2003

Klaus Vogler.

 

 

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Die IMV Bielefeld e.V. auf den Spuren der Römer

Bericht über eine Herbstreise zu Tempeln und Thermen am Niederrhein.
Dort wo vor etwa 2000 Jahren die Stadt „Colonia Ulpia Trajana“
in der römischen Provinz stand, ist heute das Städtchen Xanten zu finden.
Die Archäologen haben dort in den letzten 25 Jahren viel ausgegraben
und die wichtigsten römischen Bauwerke nachgebaut.

Unser Besuch in Xanten begann also mit der obligatorschen Führung
durch die antiken Stätten. Gezeigt und erklärt wurden uns u.a. die
drei Kilometer lange Stadtmauer mit ihren Wehrgängen, der
Hafentempel und die römische Herberge. Wir erfuhren über
Fußbodenheizung im Altertum und über römische Badefreuden
und Tafelsitten.
Neben den Römeranlagen hat die Dom-Stadt am Niederrhein aber
auch hervorragende Gastronomie und gute Hotels zu bieten.
Unser Domizil für drei Nächte und vier Tage war das im
Zentrum gelegene Hotel „Nibelungen“.


Der zweite Tag unserer Reise führte uns zunächst in das Braunkohlerevier.
Vom Rand des riesigen Kraters in der Nähe von Garzweiler sahen wir
die Bagger-Ungetüme und bekamen einen Eindruck von der Mächtigkeit
der vorzunehmenden Erdbewegungen. Diese sowohl zum Abbau
der Kohle als aber auch zur landwirtschaftlichen Rekultivierung.

Das nächste Ziel war dann in Kerkrade die Fabrik Ferd. Schmetz GmbH.
Ein Spezialist für die Herstellung von Nähmaschinennadeln.
Hier werden täglich, aus von Coils abgespulten Drähten, Millionen
von Nähmaschinennadeln hergestellt. Einer hervorragenden Führung
folgte eine großzügige Imbisseinladung. An dieser Stelle noch einmal
unser Dank an Herrn Dirk Leibnitz und die Geschäftsleitung der Firma Schmetz.


Unsere Fahrt ging weiter und führte uns nach Maastricht, der Stadt
der Europäischen Verträge. Hier hatten wir eine ausgiebige Stadtrundfahrt
durch historische und moderne, durch die EU geprägte Stadtteile rechts und links der Maas.



Eine weitere Fahrt in die Niederlande erfolgte am dritten Tag mit
einem Besuch in der großen Hafenstadt Rotterdam. Wiederum fachkundig geführt,
ging es zunächst in das, für uns unvorstellbar große Hafengebiet.
Die um 1300 gegründete Ansiedlung am Fluss de Rotte wird heute von mehr
als 125 Nationalitäten bevölkert und hat nach der völligen Zerstörung
im Mai 1940 einen mächtigen Aufschwung zum größten Hafen der Welt genommen.

Nach Hafen- und Stadtrundfahrt kam als nächste Attraktion die Fahrt auf
den Euromast. Dieser 1958 gebaute und 185 m hohe Turm ist das höchste
Gebäude der Niederlande. Im Panorama-Restaurant auf der 100m-Plattform
nahmen wir unsere Mittagspause bei, etwas gewöhnungsbedürftigen,
holländischen Spezialitäten und herrlicher Übersicht über die große Hafenstadt.
Ein besonderer Kick war dann die Fahrt mit dem Space-Adventure, einer
Raketennachbildung, auf 185 m Höhe (bei Windstärke 11 ist die Turmschwankung
hier oben 105 cm).. Ein Bummel durch die City mit den weitläufigen
Fußgängerbereichen und den großzügig angelegten Radwegen,
beendete unseren Aufenthalt in Rotterdam.

Die Rückfahrt nach Bielefeld nutzten wir zu einem Besuch der
historischen Altstadt von Münster. Die aus dem Jahr 793 stammende
Ansiedlung und durch die Verträge zum Westfälischen Frieden von
1643 bis 1648 bekannt gewordenen Stadt, ist heute eine Kunst- und
Kulturstadt, eingebettet in die grüne Umgebung des Münsterlandes.
So vergingen die vier Tage wie im Fluge und wir sind voller neuer
Eindrücke und Erlebnisse wieder in Bielefeld angekommen.

Bielefeld, 19.10.2003/Klaus Vogler