Veranstaltungen  1. Halbjahr 2005

 

 

 

 

Technologische Führung motiviert

Arminia - Schüco und die Industriemeister

Von der Futterrübe zum Pflanzen-Zuchtgarten

Modelleisenbahn oder das Kind im Manne !

 

Unter diesem Motto bietet sich die CLAAS Fertigungstechnik GmbH ihrer Kundschaft an.
Geboten wird Werkzeug- und Vorrichtungsbau vom Feinsten. Davon konnten sich 26 interessierte Mitglieder der IMV Bielefeld e.V. anlässlich eines Besuches in Beelen überzeugen.


 

 Nach kurzer Begrüßung stellte uns Ing. Ludger Wiemann das 1988 aus dem Mähdrescherwerk Claas Harsewinkel mit 190 Mitarbeitern verselbständigte Unternehmen per Power Point Präsentation vor. Inzwischen schaffen 630 Mitarbeiter mit hohem Engagement und absoluter Zuverlässigkeit für alles was Rang und Namen auf dem Sektor Automobil und Aerospace hat. So sind 65% dieser anspruchsvollen Kunden Automobilhersteller und 33% Firmen der Luft- und Raumfahrt.

Die CFT besteht aus vier Unternehmensbereichen, die sich ideal ergänzen:
Claas-Werkzeugbau, Claas-Anlagenbau, Claas-Automation und Brötje-Automation.
Die Claas Fertigungstechnik ist dabei Koordinator und Ansprechpartner für die
Kunden in einem hochflexiblen Änderungsmanagement. Die CFT so erfuhren wir,
bringt in der Fertigungstechnik laufend neue Impulse. Zum Beispiel mit der
Laservermessung, die von Kurbelwellen bis hin zu kompletten Karosserien
eine Nullfehler-Produktion ermöglicht


              Für die kaufmännisch/terminliche Betreuung der Kunden zeichnen spezielle
              Kundenteams verantwortlich, die als Key Accounts den nahen Kontakt zu
              Auftrag und Kunde verantworten.
              Wir sahen auf unserem Rundgang durch das Werk neue, großzügig
              bemessene und äußerst saubere Montagehallen, Fertigungsstraßen mit Stufen-

              und Folgeverbundwerkzeugen.
              Aber auch ein so fortschrittlich ausgerüstetes Werk wie CFT Beelen bleibt
              von Konjunkturkrisen und Niedriglohn-Wettbewerb nicht verschont.
              So musste die Belegschaft verkleinert werden und die diesjährigen
              Auszubildenden können nicht übernommen werden.

 

 


              Bielefeld, den 22.01.2005/ Klaus Vogler
              Drei Fotos (Wilfried Pix) 1 XClaas


 

Arminia - Schüco und die Industriemeister

 

Am Tag nach dem entscheidenden Spiel über den Einzug ins DFB-Finale, nutzten zahlreiche Mitglieder der IMV Bielefeld e.V. die Möglichkeit zu einem Besuch beim Sponsor unseres Bundesliga-Clubs.

Während die Arminia  leider unglücklich verlor, gewannen die Industriemeister eine Fülle neuer Eindrücke rund um das „Schüco-Fenster“.

Als fach- und sachkundiger Führer durch das Haus und seine Enstehungsgeschichte stand uns Herr Dipl. Ing. Thorsten Repohl zur Verfügung.

Im Jahre 1951 von Heinz Schürmann als Einmannbetrieb gegründet, entwickelte sich die Firma zum europäischen Marktführer der Fenster- und Fassaden-Technik.

 

Basierend auf der Idee des Komplett-Lieferanten, stellte Heinz Schürmann sein Handelsunternehmen so auf, dass der Kunde = Metallbau- bzw. Schlossereibetrieb, alles zur Herstellung eines Fensters oder damals noch einer  Stahl-Alu-Schaufensteranlage bei ihm kaufen konnte.

Diese Geschäfts-Philosophie war sehr erfolgreich. Inzwischen schaffen ca. 4.500 Mitarbeiter weltweit für das Haus „Schüco International KG“, davon allein in Deutschland ca. 1190 als Partner von etwa 12.000 Metallbaubetrieben als Systemverarbeiter.

Die Wertschöpfungskette beinhaltet inzwischen auch  die wichtige Logistik für Anwender und Verarbeiter der „Schüco-Systeme“, d.h. die Konzeptionierung, die Ausschreibung und die Ausführungsüberwachung gehören zum Liefer- bzw. Service-Umfang.
Als weitere Geschäftsbereiche sind die „Kunstoff-Technik“, die „Solar-Technik“, der „Schüco-Service“ und „Schüco-Design“ entstanden, um den Anspruch „Service und Beratung rund um die Gebäudehülle“ zu erfüllen.

Aber auch das reicht den ehrgeizigen Ansprüchen nicht mehr. Von der Gebäudehülle geht der weg ins Gebäude-Innere, d.h. Innen-Trennwände bereichern mittlerweile ebenfalls das Liefer- Programm.

Und was wäre die Baumesse in München ohne eine Schüco-Innovation:
 „Schüco Tip Tronic“.
Die erste mechatronische Beschlagsgeneration mit Klemmschutz und den Vorteilen der gesamten Gebäudeautomation. Es können sowohl einzelne Fenster als auch Fenstergruppen mittels Zeit- und Sensorensteuerung, sowie via  PC, Handy oder Taster, komfortabel bedient werden.

 

 

Nach diesem Exkurs in die Firmengeschichte und einem stärkendem Kaffe ging es zur Praxis in das Technologiezentrum. Auch hier wieder die Welt von Schüco. Modernste Prüfeinrichtungen für Fenster, Fassaden und Beschläge.

Qualitätssicherung  auf höchstem Niveau.

Wir sahen den riesigen Fassadenprüfstand mit dem Wind- und Regen bis Orkanstärke simuliert werden können. Außerdem Prüfstände für Schallmessungen, eine Beschussanlage für Sicherheitsgläser, Feuchtigkeits- und Oberflächenkontrollgeräte.

Für die Mitglieder der IMV Bielefeld e.V. wieder ein hochinteressanter Nachmittag. Diesmal bei einem heimischen Unternehmen mit sportlichen Ambitionen.

 

Bielefeld 24.04.2005

Industriemeistervereinigung Bielefel e.V.
Klaus Vogler

Fotos: Wilfried Pix & Schüco


 

Sortenzüchtung auf höchstem Niveau bei W. von Borries-Eckendorf.


Immer auf der Suche nach neuen Themen, war diesmal eine Saatenzuchtanstalt im

Lippischen Leopoldshöhe Ziel der Bielefelder Industriemeister.

Der Geschäftsführende Gesellschafter, Dr. Wilhelm Graf von der Schulenburg,
begrüßte die Gäste und gab eine kurze Einführung in das Unternehmen.

So hat alles mit der „Eckendorfer Futterrübe“ seinen Anfang genommen, nachdem
W. von Borries – Eckendorf 1849 den Betrieb gegründet hatte.

In der zentralen Zuchtstation schaffen ca. 20 und im Resistenzlabor 33 Mitarbeiter
zum Wohle des Unternehmens und der Kundschaft.
Mit den Forschungs- und Produktionsstätten der Güter Eckendorf und Hovedissen

gehört es im Firmenverbund der „Saatenunion“ zu den maßgeblichen Herstellern
von Pflanzenzucht-material in Deutschland.

Das Unternehmensziel sei, so Graf von der Schulenburg, im Dialog mit den Landwirten,
Produkte für die Praxis und den Markt zu generieren. Wobei Anbaueigenschaften,
Pflanzengesundheit und Marktentwicklung zu den wichtigsten Kriterien gehören.

Die beiden Stammbetriebe verfügen über ca. 1.200 ha Ackerfläche. Auf rund 70 ha
Zuchtgärten und Demonstrationsparzellen werden die Getreide-Fruchtarten:
Wintergerste, Winterweizen, Hafer und neuerdings auch Triticale züchterisch bearbeitet.
Zum weiteren Zuchtprogramm gehören Raps, Futtererbsen und natürlich die

Futterrübe. Wobei eine zielgerichtete Züchtung angesichts einer Sortenzuchtdauer
von 10-15 Jahren überlebenswichtig ist.

Gemeinsam mit den Partnern der Saatenunion betreibt W.v.B. in Hovedissen ein
biotechnisches Resistenzlabor. Hier werden biotechnische Verfahren zur praktischen
Nutzung für die Züchter erforscht und entwickelt.

Eine staatlich anerkannte Berufsfachschule zur Ausbildung von
landwirtschaftlich-technischen Assistenten wird von W.v.B. in eigener Regie unterhalten.

Ein ausführlicher Rundgang über die Felder, unter der sachkundigen
Führung vom techn. Leiter Klaus Schlichter, ergänzte und vertiefte die theoretischen Ausführungen.

Eine Einladung zu Schnittchen und Getränken, zwecks Stärkung nach
diesem hochinteressanten Ausflug in die Landwirtschaft, wurde dann
zum Abschluß gerne angenommen.

Text:Klaus Vogler / 22.05.2005

 


Miniatur Wunderland in Hamburg

 

 

Am 16, Juni 2005 fuhren 20 Mitglieder der IMV –Bielefeld
nach Hamburg in die Speicherstadt um das
Miniatur Wunderland zu besichtigen.

 

Nach einer Fachkundigen Einführung auf der uns
Fragen zu der Anlage beantwortet
wurden konnten wir uns auf eigene Faust in die Märchenlandschaft stürzen.  Die Anlage gliedert sich
in 5 Bauabschnitte auf, die sich auf ca. 900 qm
verteilen. Auf insgesamt ca. 3500 qm Raumfläche
werkeln zur Zeit bis zu 120 Mitarbeiter.

 

Viele Details, auch aus unserer Heimat, konnten wir hier bewundern

Die Anlage wird über einen zentralen Steuerstand geführt. Auf unzähligen Monitoren überwachen 33 Computer den gesamten Verkehr.
An Baukosten wurden bisher 5 000 000 Euro verschlungen.

 

 

Auf 9 000 Metern Gleisen verkehren bis zu 700 Zügen mit bis zu 10 400 Waggons. 90 000 Figuren
beleben das Geschehen die von 135 000 Lichtern beleuchtet werden.

Aber die Erbauer der Anlage haben noch viele ehrgeizige Pläne. So soll sich die Fläche fast verdoppeln
und nach dem Ausbau der Landschaft Skandinavien soll es in den fernen Süden gehen.
Es bleibt abzuwarten was da noch auf die Besucher zukommt!

 

Es war für uns alle erstaunlich zu sehen wie
alles miteinander harmonisierte.
Die Zeit verging wie im Fluge, und wir konnten uns nicht satt sehen an den vielen kleinen und großen Bauwerken.

 

So machten wir uns am frühen Nachmittag auf die Heimreise, die unterwegs von einer Pause in der Lönsklause
in Borstel in der Kuhle unterbrochen wurde.
Hier gab es leckeren Kaffe und Kuchen.
Voller neuer Eindrücke aus der Miniwelt kehrten wir nach Bielefeld zurück.

 

3. Juni 2005
Wilfried Pix
IMV-Bielefeld