Veranstaltungen  2. Halbjahr 2004

 

 

Saarbrücken und das Dreiländer-Eck

 

Ein Bericht über die Herbstreise der IMV Bielefeld

 

In die Hauptstadt des Saarlandes, mit seiner mehr als 1000-jährigen Geschichte,
sowie in einen Zipfel von Frankreich und Luxemburg führte uns die
Herbstreise Nummer 34 im Jahre 2004.

Mit Erstauen vermerkt der Chronist, dass von durchschnittlich 45 Teilnehmern
je Fahrt, mindestens zwei Drittel alle  Fahrten absolviert haben. Einige Fahrten waren
so sehr nachgefragt, dass mit zwei Bussen gefahren werden musste. Kennen gelernt
haben die reise-freudigen  Industriemeister dadurch fast sämtliche Metropolen Europas,
viele schöne Landschaften und die Gepflogenheiten anderer Völker.

Überschattet von Sturm und Regenausläufern, starteten wir dennoch wie gewohnt
pünktlich in Richtung Saarbrücken. Unterwegs gelang in einer Regenpause die
Einnahme des, wieder von tüchtigen Helferinnen und Helfern bereiteten, Freiluftfrühstücks.

Bei heftigem Berufsverkehr an Köln vorbei, sollte dann als Mittagsziel das
Moselstädtchen Cochem angesteuert werden. Wegen der widrigen Umstände
s.o. ließen wir Cochem links liegen und beschieden uns mit Knackwürstchen
aus der Bordküche.

Pünktlich wie vorgesehen erreichten wir dann die, mit rund 190.000 Einwohnern
eher zu den „Kleinen“ gehörende; Landeshauptstadt und das Hotel Mercure Kongress.

Nach Zimmerverteilung und Händewaschen ging es dann unter der Führung von  
Frau Oehm und Herrn Mögling auf den, obligatorischen, zweistündigen Stadtrundgang,
dabei immer wieder die Schirme entfaltend und dankbar für jede Kirche oder

sonstiges Gebäude. So sahen und erlebten wir (mit einem kleinen Orgelkonzert)
die schneeweiße Ludwigskirche des Baumeisters  F.J. Stengel, das neue Rathaus,
den Schlossplatz  mit dem Schloss und die Wilhelm-Heinrich-Brücke mit dem Saarkran.

Ende der Führungen war dann in der Fußgängerzone auf dem St. Johanner Markt,
wo wir gleich zum nächsten Programmpunkt übergingen, nämlich zum rustikalen Abendessen im
Gasthof Stiefelbräu.

Der zweite Tag unserer Reise galt dem „Dreiländereck“ ,dem Landzipfel wo sich Frankreich,  
Luxemburg und Deutschland treffen. Durch die reizvolle Landschaft Lothringens ging es
zunächst  zum Bildhauersymposium „Steine an der Grenze“ bei Manderen.  
Hier wurden Steine zu Kunstobjekten  und zu Symbolen  der Freundschaft und
Verständigung über die Grenzen hinweg. Nächstes Ziel war dann die von
Ritter Arnold VI. im 15. Jahrhundert  auf einem Hügel bei Manderen erbaute
„Burg Malbrouck“.

Die Burg wurde in den vergangenen Jahren mit Hilfe
der EU renoviert und rekonstruiert. „Bewohnerrinnen“ in historischer Tracht
als Hexe bzw. Burgfräulein verkleidete Führerinnen gaben uns Einblicke in die
Geheimnisse und Geschichte der Burg. Nun wurde es Zeit für eine Mittagspause.
In einem stilvollen französischem Gasthof am Fuße der Burg war für uns gedeckt.
Leben wie Gott in Frankreich war angesagt.
Und weiter ging es nach „Rodemack“, dem angeblich schönsten Dorf Frankreichs.
Leider konnten wir diesen Eindruck nicht gewinnen bzw. nachvollziehen,

da wir wegen eines schweren Gewitterschauers das Dorf fluchtartig verlassen mußten.

Nach einem Abstecher über Schengen (Schengener Abkommen über den freien
Grenzverkehr in Europa) ging unsere Fahrt entlang der Mosel in das Weindorf Nennig.
Dieses Dorf beherbergt das von einem  Landwirt im Jahre 1852 zufällig entdeckte,
bedeutende Kulturdenkmal „Römischer Mosaikfußboden“.

                                                                                               

Hier in Nennig erwartete uns bereits die Winzerfamilie Gales in ihrer Probierstube.
Bei einer kräftigenden Winzerplatte und einer kräftigen Weinprobe nahm dieser Tag  

ein vergnügliches Ende und wir kehrten erschöpft ins Hotel Mercure zurück.

Der dritte Tag war vorwiegend dem Porzellan, der Keramik und dem „Schönen wohnen“
gewidmet. Wir fuhren nach Mettlach, wo in der alten Abtei vor 250 Jahren die Geschichte
des Unternehmens Villeroy & Boch ihren Anfang nahm.

                      

                        In einer „Keravision“ genannten

Filmdarbietung führte Sir Peter Ustinov  durch das Unternehmen und die Jahrhunderte
seines Bestehens. Ein Spaziergang von der Abtei durch den Stadtpark führte uns in
die Füßgängerzone von Mettlach. Den Nachmittag verbrachten wir dann, das Wetter
war besser geworden, beim Stadtbummel in Saarbrücken.

Am vierten Tag schließlich hieß es: Koffer packen und zurück nach Bielefeld.

Über die Autobahn und stellenweise durch das schöne Moseltal mit Mittagspause
in Cochem
                                            

erreichten wir am Abend unsere ostwestfälische Heimat.

Bielefeld, 09.10.2004 / Text Klaus Vogler, Fotos Heinz Reinecke


Herbstumtrunk 2004

Am Freitag dem 29.10.2004 war wie im letzten Jahr der Herbstumtrunk angesagt

Wieder waren viele unserer Mitglieder zu diesem Gemütliche Abend erschienen.

Nach einem leckerem Buffet schauten wir uns den Jahresrückblick
2003/2004 an. Hier wurden uns die Ereignisse  des vergangenen Jahres noch einmal
in Bildern und Texten aufgezeigt.
Nach dem Rückblick sahen wir einen Reisebericht von unserem Kollegen Helmut Meyer.
Mit viel Liebe und dokumentierenden Worten berichtete er über seine Reisen durch Kanada.

Auch dieses Jahr hatten wir wieder einige Jubilare zu ehren.

Unter viel Beifall wurden die Urkunden übergeben. Leider waren nicht alle
Jubilare anwesend.

Ohne jede Vorwarnung wurde unser Vorstand, der sich um die
Herbstreisen verdient gemacht hatte, von den Mitgliedern mit einem
Präsent überrascht.

                                                       

 


So fand der Abend mit vielen Gesprächen einen angenehmen Abschluß.

IMV Bielefeld

Wilfried Pix

 

 

 

 

 

 


Die Finanzsituation unserer Stadt – Ist Bielefeld noch zu retten?

 

Ein Bericht über einen IMV Vortrag im Sitzungssaal der CDU Bielefeld

 

Um die Antwort vorweg zu nehmen:
1.) Ja; aber... denn wir hoffen, dass die Konjunktur wieder anspringt und:

2.) eine Stadt kann nicht „pleite gehen“,
3.) wird aber ihre Leistungen für die Bürger weiter erheblich  kürzen müssen.

Zu diesem  Resümee kam am 17.11.2004 der Bielefelder Stadtkämmerer Franz-Josef Löseke
anlässlich eines Vortrags vor Mitgliedern der Industriemeistervereinigung Bielefeld e.V.

Die aktuelle Finanzlage stellt sich derzeit so dar:
Den Einnahmen, in 2004, von 689 Mio. €, stehen Ausgaben in Höhe von 766 Mio. €
gegenüber. Es entsteht also ein Fehlbetrag von 77 Mio. €.

Die Stadt kann aber ihren Haushalt schon seit 2001 nicht mehr ausgleichen und es sind
Bereits Fehlbeträge von insgesamt 128 Mio. € entstanden,  die über Kredite finanziert werden.
 
Sie befindet sich deswegen seit 2002 in der Haushaltssicherung, d.h. es dürfen nur
noch Ausgaben getätigt  werden, zu deren Leistung sie rechtlich verpflichtet ist.
 
Nach heutiger Hochrechnung der in den nächsten Jahren erwarteten Einnahmen
und Ausgaben wird der Ausgleich des Haushalts erst 2011 wieder erreicht.

Den Haupteinnahmen unserer Stadt, bestehend aus Steuern und Gebühren, stehen
die Hauptausgaben in Form von Personalkosten und Sozial- und Jugendhilfe gegenüber.

Wobei letztere überdurchschnittlich, nämlich von 108 Mio. in 1999, auf 143 Mio.
in 2004 angestiegen sind.
Der andere Ausgabenblock, nämlich die Personalkosten sind leicht, aber
kontinuierlich, im Sinken begriffen. Die Stellenreduktion von 4.778 in 2001
auf  4.478 Mitarbeiter in 2004 macht dieses deutlich.
Wie soll nun die Umkehr von der Verlustzone in die Zone der wirtschaftlichen Ausgeglichenheit erfolgen?

      Es sind auch Kostenreduzierungen  bei pflichtigen Leistungen zu prüfen.
      Es gibt derzeit keine Vereinbarungen über freiwillige Leistungen.
      Die Senkung von Personal- und Sachausgaben hat Vorrang.
      Kostendeckende Gebühren sind anzustreben.
      Vermögensveräußerungen sind erforderlich.
      Stärkung der Einnahmeseite durch weitere Steuererhöhungen.

Aus den bisher in diesen Bereichen schon umgesetzten Einzelmaßnahmen
resultieren bereits positive Effekte und zwar von 2002 bis 2004 von ca. 21 Mio. €.

Ausblick:
Die Finanzsituation unserer Stadt wird sich erst dann dauerhaft verbessern,
wenn positive Effekte aus einer Gemeindefinanzreform greifen, dauerhafte
Finanzentlastungen durch übergeordnete Träger erfolgen (wer anschafft bezahlt)
und die Konjunktur in Bielefeld wieder anspringt.


IMV Bielefeld e.V.
Klaus Vogler